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Psychosoziale Prozessbegleitung im Strafverfahren

Verletzte Zeuginnen und Zeugen im Strafverfahren haben ein Recht auf eine qualifizierte und professionelle Begleitung.

Diese Begleitung findet je nach Bedarf vor, während und nach der Gerichtsverhandlung statt. Der komplette Verlauf eines Verfahrens ist für die Beteiligten sehr belastend. Die Begleitung umfasst daher eine qualifizierte Betreuung, Informationsvermittlung und Unterstützung.

Wer bekommt die Psychosoziale Prozessbegleitung?

Verletzte Zeuginnen und Zeugen bei

  • bestimmten Straftaten, zur Tatzeit Minderjährige oder Personen, die ihre Interessen selbst nicht ausreichend wahrnehmen können (u.a. Sexueller Missbrauch und Misshandlung von Schutzbefohlenen, Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung).
  • bestimmten Straftaten, zum Zeitpunkt der Antragstellung Minderjährige oder Personen, die ihre Interessen selbst nicht ausreichend wahrnehmen können (u.a. Aussetzung, schwere Körperverletzung, Menschenhandel, Zwangsheirat, schwere Nachstellung, erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme, Raub, räuberischer Diebstahl, räuberische Erpressung).

Ein Ermessen hat das Gerichts bei:

  • bestimmten Straftaten (u.a. sexuelle Nötigung, Menschenhandel, versuchte Tötung; Angehörige bei vollendeten Tötungsdelikten; schwere Körperverletzung, Menschenhandel, Nachstellung, Geiselnahme, Raub, räuberischer Diebstahl, räuberische Erpressung) mit der Folge schwerer körperlicher oder seelischer Schäden
  • und jeweils besonderer Schutzbedürftigkeit des Verletzten.

Die Beiordnung für die Verletzte/den Verletzten ist kostenfrei.

Die Opferhilfe Limburg-Weilburg e.V. bietet zusätzlich auch für alle anderen Straftaten eine kostenfreie Prozessbegleitung!